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Auswirkungen der Flutkatastrophe auf die Arbeit des Diakoniepunkts der Rhein-Ahr-Region

In der letzten Woche war die SPD-Abgeordnete Susanne Müller zum gemeinsamen Gespräch mit VertreterInnen des diakonischen Werkes des Evangelischen Kirchenkreises Koblenz zu den Auswirkungen der Flutkatastrophe auf die tägliche Arbeit und Beratung.

Die Mitarbeiter Michael Kalinowsky, Hannah Mierbach und Anne Wiegel berichteten von ihren Eindrücken und zeigten der Landtagsabgeordneten zunächst den vorläufigen „Beratungscontainer“.

Da das Hochwasser Mitte Juli die Räumlichkeiten im DiakoniePunkt der Rhein-Ahr-Region zerstört hatte, findet die Beratung des Diakonischen Werkes zurzeit in Containern auf dem Gelände des Parkplatzes auf der Bergstr. 12 in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt.

Die Diakonie ist mit den Schwerpunkten Allgemeiner Sozialer Dienst und Schuldnerberatung in Bad Neuenahr-Ahrweiler vertreten. Vor allem bei den gesetzlichen Betreuungen zeigt sich die Tendenz, dass insbesondere ältere Leute nach der Flut nicht allein zurechtkommen. Auswirkungen der Flutkatastrophe wie Heizungsausfall, fehlendes warmes Wasser oder fehlende Elektrizität in den Wohnungen führte dazu, dass die Nachfrage nach Betreuung oder Kurzzeitpflege oder teilweise auch vollstationärer Betreuung angestiegen ist. Für verschuldete Familien oder Menschen ist darüber hinaus der Zugang zum Wohnungsmarkt schwierig, da der Wohnungsmangel im Kreis Ahrweiler ausgesprochen groß ist und damit teilweise ein Preisanstieg bei den Mieten einher ging.

Das Thema „Heizen mit Elektroradiatoren im Flutgebiet“ ist nicht nur klimatisch ein Problem, sondern könnte dazu führen, dass MieterInnen bald große Stromnachzahlungen leisten müssten, die perspektivisch zu Stromsperren führen könnten. Die Landtagsabgeordnete berichtete von vorbereitenden Gesprächen im Bereich des Verbraucherschutzes mit den Energieversorgern durch die SPD-Landtagsfraktion und dem zuständigen Ministerium in RLP. Insbesondere die Familien sind gefährdet, da dann deren Kinder durch fehlende Stromzufuhr unter Umständen im „Kalten“ sitzen. Dies kann in einigen Fällen zu Kindeswohlgefährdungen führen und muss in jedem Fall vermieden werden. Diese Impulse wird die SPD-Abgeordnete noch einmal mit nach Mainz nehmen, um politisch gegenzusteuern.

Es wurde davon gesprochen, dass viele ältere von der Flut betroffene Menschen jetzt – nicht zuletzt durch den Weitergang der Pandemie – sehr einsam sind. Es ist eine gute Vernetzung mit anderen sozialen Akteuren und Netzwerken sinnvoll, um Abhilfe zu schaffen. Gerade die Bedürfnisse von älteren Leuten beim Neu- und Wiederaufbau müssen mitgedacht werden, so Susanne Müller. Die Landtagsabgeordnete ist froh, dass auf Betreiben der Fachbereichsleiterin Frau Hornbach Beckers (Kreisverwaltung Ahrweiler) und ihrem Team diese breite Beteiligung gewünscht wird und beim Austausch um den runden Tisch mitgedacht wird.

Die Landtagsabgeordnete dankte den MitarbeiterInnen für Ihren Einsatz bei der täglichen Arbeit.

Susanne Müller wird mit den MitarbeiterInnen der Diakonie im Dialog bleiben, um ggf. aus Mainz darauf hin zu wirken, das tägliche Leben der Menschen bei der Bewältigung der Flutkatastrophe zu erleichtern oder zu verbessern.

 

 

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