Das ASB-Hebammenmobil: „Ein guter Anfang für jedes Leben“

Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller besucht das Hebammenmobil am Standort des ASB in Bad Neuenahr. Stefanie Könitz-Goes und Jutta Knieps informierten vor Ort über die Planungen, den Einsatz und Sinn und Zweck des Hebammenmobils. Das ASB-Hebammenmobil ist seit März dieses Jahres in den Flutgebieten in NRW und in RLP unterwegs. Für Familien in Flutgebieten ist es oft leichter, wenn der weiß-rot-gelbe Bus mit einer Hebamme zu ihnen komme, als sich selbst auf weite Wege zu machen, so die Projektleiterin Stefanie Könitz-Goes.

Stefanie Könitz-Goes (Projektleiterin für NRW) berichtet, dass das ASB-Hebammenmobil das erste dieser Art in Deutschland ist. Der Hebammenbus ist ein niedrigschwelliges und kostenloses Angebot für Schwangere und Wöchnerinnen, in der Frauen in jeder Lebenssituation

willkommen sind. Der Slogan „Ein guter Anfang für jedes Leben“ ist handlungsleitend für das Team, das im Hebammenmobil vor Ort ist. Auf der Route sind stets SanitäterIn und eine Hebamme aus der Region dabei, um Vertrautheit und Verlässlichkeit zu vermitteln.

Die Gesamtkosten für den Kauf des Busses, Umbau und einem einjährigen Betrieb liegt bei rund einer halben Million Euro. Finanziert wird das Projekt von „Aktion Deutschland hilft“. Der Bus ist zwei Monate lang umgebaut worden und hat eine Liege, einen Besprechungsbereich, ein Waschbecken, eine Babywaage, einen Wehenschreiber und eine Spielecke für Geschwisterkinder. Die ersten Erfahrungen machen deutlich, dass nach einer kurzen Eingewöhnung, Schwangere aus der Region profitieren. Auch hinsichtlich des Katastrophenschutzes macht es Sinn, dass regional Hebammenmobile erreicht werden können, um die gesundheitliche Versorgung von Schwangeren zu gewährleisten.

Die Landtagsabgeordnete Müller ist begeistert von diesem Konzept, das zum einen eine umsetzbare Idee für die Betreuung von Schwangeren für die Versorgung von ländlichen Räumen darstellt, aber auch „Mut macht in einer Region, in der neues Leben und neue Ideen für den Neu- und Wiederaufbau“ gefragt sind. Sie wird das Projekt gern unterstützen und würde sich wünschen, dass die Idee vor Ort von vielen Kreisen aufgegriffen und genutzt würde. Interessierte Kommunen oder Verbände können sich dazu an den ASB NRW e.V. wenden unter: www.ab-hebammenmobil.de.

Stefanie Könitz-Goes berichtet, dass ein weiteres ASB-Hebammenmobil in NRW als Pilotprojekt zum einen für den städtischen aber auch für den ländlichen Raum ausgerollt werden soll und man damit neue Erfahrungen machen würde, um das Projekt voranzubringen und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sei das vorhandene Hebammenmobil ein aktiver Beitrag zur Fluthilfe und sie freut sich, dass viele in der Region dies als gutes und positives Zeichen für einen Neubeginn betrachten.