Gespräch zwischen Susanne Müller und der „Gemeindeschwester plus“ in Sinzig

07. Februar 2022

In Sinzig trafen die Gemeindeschwester Plus Gerlinde Brenk in Sinzig und die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD) zusammen. Zum einen ging es um die derzeitige Situation während Corona und um die Bedarfe im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe.

Die Gemeindeschwester Plus ist Ansprechpartnerin für alle Bürger ab dem 80. Lebensjahr, die noch keinen Pflegegrad haben. Ältere Bürgerinnen und Bürger sollen in ihrer jeweiligen persönlichen Lebenssituation gestärkt und stabilisiert werden. 

Das Angebot umfasst von der präventiven Beratung im Bereich der gesundheitlichen und häuslichen Versorgung bis zur Vermittlung von wohnortnahen Teilhabeangeboten wie z. B. Seniorentreffen oder Versorgungsangeboten. Sie bildet unterstützende Brücken zu den jeweiligen Angeboten und erleichtert so die Zugänge, führt Gerlinde Brenk aus.

Momentan sei die Arbeit stark durch die Corona-Lage beeinflusst. Es finden keine Treffen in geschlossenen Räumen statt, es gibt aber auch beispielsweise auch kleinere Treffen mit gemeinsamen Spaziergängen. Diese Spaziergänge sind oft mit Gedächtnis- oder Bewegungsübungen verknüpft, welches den älteren Mitbürgern helfen soll, geistig fit zu bleiben.

Zwei besondere Herzensprojekte sind für Frau Brenk der „DigiBo – der Digitalbotschafter“ sowie die Nachbarschaftshilfe. Beim „DigitalbotschafterInnen“ handelt es sich um ein Projekt, in welchem jüngere oder digitalerfahrene Menschen den älteren Mitbürgern beibringen, wie sie mit digitalen Geräten umgehen können, sodass sie ihren Alltag erleichtern können. Es gibt Tablets zum Verleihen und das Angebot soll noch weiter ausgebaut werden. Zu diesen Projekten werden immer neue EhrenamtlerInnen gesucht.

Susanne Müller begrüßt dieses Projekt: „Die Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit verstärkt, dass gerade ältere und behinderte Menschen im Umgang mit den digitalen Medien begleitet und unterstützt werden. Die fördert die digitale gesellschaftliche Teilhabe und hilft älteren Menschen mit den Angehörigen in stetem Kontakt zu bleiben. Hier ist die Ausstattungsförderung für Ehrenamtliche, die älteren Menschen digitale Teilhabe ermöglicht, eine wertvolle Hilfe und ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für das digitale Ehrenamt.“

Aber auch die Nachbarschaftshilfe ist ein neues Projekt, dass nach der Flutkatastrophe an Fahrt aufgenommen hat. Hier gibt es ehrenamtliche HelferInnen, die mit anpacken – durch Botengänge, Begleitung zu Einkäufen, den Bürgern Zeit schenken, oder sie zu Spaziergängen abholen und der Anfertigung von Reparaturen o. Ä.   Auch hier zeigt sich in starkem Maß die Solidarität im lokalen Bereich, die gerade für ältere MitbürgerInnen sehr hilfreich ist.

Susanne Müller zeigt sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit und den konkreten Ideen. Sie überbrachte ihren Dank und ihre Wertschätzung für die Gemeindeschwester Plus. Der Austausch wird zu späterem Zeitpunkt fortgesetzt werden.