Landtagsabgeordnete Susanne Müller und Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion Christoph Schmitt besuchen Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Oberwinter

24. Januar 2022

Susanne Müller (MdL, SPD) und Christoph Schmitt (Fraktionsvorsitzender) haben die Kita „Arche Noah“ in Oberwinter besucht, um sich vor Ort über die Auswirkungen des neuen Kita-Gesetzes und den Sachstand in der Coronakrise zu informieren und ihre Wertschätzung für die geleistete Arbeit zu überbringen.

Die Leiterin der Kita, Frau Vanoli und die Erzieherin Frau Uhrmacher berichteten aus dem Alltag ihrer Kindertagesstätte mit Corona sowie den Auswirkungen der Flut auf die pädagogische Arbeit der Kita. Gute Kinderbetreuung wird vor Ort gestaltet. Es werde alles dafür getan, dass die Kinder trotz ständig wechselnder Corona-Bestimmungen in einem Umfeld aufwachsen, das bestmögliche Bedingungen bietet, um qualitativ und kindgerecht

in ihrem Sinne zu arbeiten. Hier zeigen die ErzieherInnen im Team eine große Flexibilität. Sie stoßen jedoch auch an Grenzen. Die Eltern brauchen den persönlichen Umgang, was in dieser Zeit schlecht gelingen kann. Für die Eltern ist der mögliche Austausch oft nicht ausreichend.

Schwierig ist momentan die Situation für die Einschulungskinder aller Kindertagesstätten, da die Vorbereitungen auf die neuen Schulen unter dem Einfluss der Pandemie stehen. Es sind keine Einschulungsuntersuchungen, Hospitationen oder Forschungstage in der Grundschule durch Corona möglich.

Eine Unterstützung von förderbedürftigen Kindern gelinge im Alltag eher schlecht. Allerdings nehme die Zahl der Kinder mit Auffälligkeiten im Bereich Lernen, Sprache oder auch Verhalten zu, berichten die Erzieherinnen. Dies sei in verschiedenen Regionen des Landes bemerkbar. Durch die Pandemie finden nur wenige Begutachtungen der Kinder statt. Leider seien kaum Fachkräfte zu finden, um adäquat auf diese Kinder einzugehen und sie zu fördern.

Das neue Kita-Gesetz konnte im Kindergarten Arche Noah gut umgesetzt werden. Es wurden unter Anderem 8 Einjährige aufgenommen. Hier gelang – u.a. durch personelle Umsetzungen und durch eine Anpassung der bestehenden Strukturen – die Einführung gut. Auch konnte von Anfang ein eine warme Mahlzeit am Mittag bereitgestellt werden. 

Schmitt und Müller zeigten sich beeindruckt von dem umsichtigen Corona-Management und der Flexibilität der Mitarbeiter: „Wir sprechen den Mitarbeitenden unseren

Dank und unsere volle Wertschätzung aus, für ihre Fähigkeit die Qualität der Kita aufrecht zu erhalten und den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Gerade die Pandemie hat uns vor Augen geführt, dass der Zugang zur frühen Bildung und Betreuung für alle Kinder und ihre Eltern entscheidend ist.“

Im Gespräch haben die Erzieherinnen den Wunsch nach einer Testpflicht für Kitas geäußert. Davon erhofft man sich mehr Sicherheit für die Kinder und deren Familien sowie der Beschäftigten in den Kitas.  Zurzeit findet in der Kita Arche Noah seit geraumer Zeit eine Testung des Personals durch das DRK statt. Hier wird die Kita zweimal in der Woche getestet, dies erhöht das subjektive Sicherheitsempfinden im Betrieb der Kita.

Die Landtagsabgeordnete legt dar, dass für die Kitas die Kommunen zuständig seien und die Organisation der Tests Aufgabe der Träger sei. Darüber hinaus bestünde die Problematik, dass Kinder wohlmöglich vom Kiga-Betrieb ausgeschlossen würden, wenn Eltern die Testungen ablehnten.

Die Auswirkungen der Flut wurde auch in der Kita in Oberwinter deutlich, da Mitarbeitende und Eltern persönlich betroffen waren oder man Spendensammlungen oder Spendenzuführungen vorgenommen hatte.

Susanne Müller und Christoph Schmitt sind sich einig, dass das Engagement der ErzieherInnen – gerade im Hinblick auf die verschärfte Situation in der Pandemie –bemerkenswert sei. Man werde den Austausch gern zu späterer Zeit fortsetzen:

„Gerade die Eindrücke der ErzieherInnen sind für uns wichtig, um die Qualitätsentwicklung der Kitas voranzutreiben und dafür zu sorgen, dass in allen Kitas im Kreis Ahrweiler sehr gute Rahmenbedingungen zum Aufwachsen und Lernen bestehen werden.“