Susanne Müller informiert sich über die Wiederaufbaupläne der Lebenshilfe

Im August trafen sich Susanne Müller  Ulrich van Bebber,  Vorsitzender der Lebenshilfe im Kreis Ahrweiler, sowie Hans-Christian Seifert und Karin Friele, um sich zum Einen über den Stand der Dinge nach der Flut auszutauschen und sich über die Wiederaufbaupläne der Lebenshilfe zu informieren.

Die Lebenshilfe ist eine Selbsthilfevereinigung für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien. Sie setzt sich für die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung ein und engagiert sich für ihre gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft. Sie bietet Beratungsdienste an, um Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen bei Fragen und Problemen zu unterstützen und setzt sich dafür ein, dass Menschen mit geistiger Behinderung in allen Lebensbereichen gleichberechtigt teilhaben können. Das umfasst beispielsweise den Zugang zu Bildung, Arbeit, Freizeitangeboten und Wohnmöglichkeiten.

Angesichts der Tragik der Ereignisse während der Flutnacht wurde entschieden – so berichten Seifert und Van Bebber – das Gebäude nicht erneut als Wohnhaus zu nutzen. Künftig sollen hier eine Tagesförderstätte sowie eine Ergotherapiepraxis die Räume beziehen. Die Bewohner:Innen sind seitdem in verschiedenen Provisorien untergebracht. Van Bebber berichtet, dass es nun aber mit dem Aufbau der Lebenshilfe voran gehe und ein Ende der Provisorien in Sicht sei. Für mehre Projekte wurden Bauanträge gestellt, als Hauptprojekt gilt der Neubau des Lebenshilfehauses in der Sinziger Innenstadt. Darin soll auch wieder ein inklusives Wohnangebot untergebracht werden, berichtet der Geschäftsführer Hans-Christian Seifert. Eine weitere Immobilie in Hohenleimbach ergänzt die Neuaufstellung der Lebenshilfe.

Die Abgeordnete unterstützt die Pläne der Lebenshilfe, sich bei der Neuaufstellung räumlich umorientieren und dabei vorhandene Kapazitäten auszubauen. Die Bedarfe vor Ort und die Nachfrage machen klar, dass der Bedarf nach inklusiven Wohnangeboten für Menschen mit Behinderungen groß ist. Dennoch ist die herausfordernde Finanzierungssituation für die Pläne der Kreisvereinigung der Lebenshilfe eine Hürde. Die Abgeordnete wird hier gern vermitteln und die Lebenshilfe bei ihren Plänen unterstützen: „Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In einer Zeit, in der bestimmte Parteien fordern, Menschen mit Behinderung auszugrenzen muss immer wieder klar betont werden, dass die Menschenwürde unantastbar ist. Die Lebenshilfe ist im Kreis Ahrweiler ist ein wichtiger Partner, der dafür sorgt und kämpft, dass Menschen mit Behinderung teilhaben können und werden.

Mein großer Dank und meine Wertschätzung geht an das Team der Lebenshilfe, die nach großer Belastung durch die Erfahrungen der Flut dieses Engagement weiter an den Tag legen und damit dazu beitragen, dass Inklusion gelebt wird.“

August 2023, Foto: Lisa Fischer

 

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